Trainee Programme

Als Trainee bezeichnet man einen Hochschulabsolventen, der in einem Unternehmen zur Nachwuchskraft ausgebildet wird. Dabei durchläuft er ein so genanntes Trainee Programm, bei dem er meist in verschiedenen Abteilungen eingesetzt wird, an Seminaren und an anderen Veranstaltungen teilnimmt und oft auch noch einen Auslandsaufenthalt genießen kann.

Trainee Programm dauern meist ein bis zwei Jahre und sollen den Nachwuchs zu zukünftigen Fach- oder Führungskräften machen. Oft nehmen mehrere Trainees an solchen Programmen teil um die Gruppendynamik der späteren Arbeitskollegen zu stärken. Es ist schließlich auch nicht unwahrscheinlich, dass einige dieser Kandidaten später die Führungspositionen übernehmen und dann gut zusammenarbeiten müssen.

Die Trainee Programme an sich gibt es in drei verschiedenen Ausführungen:

  • Beim allgemeinen Trainee Programm lernt der Trainee das Unternehmen kennen und wählt dann einen Aufgabenbereich aus, der ihm am geeignetsten scheint.
  • Das Fach-Trainee Programm bereitet den Nachwuchs gezielt auf einen Übernahmebereich vor, der schon am Anfang des Programms festgelegt wird.
  • Beim Trainee-Studium wird die Ausbildung des Trainees vom Unternehmen bezahlt, als Gegenleistung muss dieser Praktika u.a. absolvieren und sich für einige Jahre ans Unternehmen binden. Diese Form des Trainee Programms ist jedoch eher unter dem Namen duales Studium oder berufsbegleitendes Studium bekannt.

Ziel dieser Trainee Programme ist es, die neuen Angestellten möglichst schnell mit dem Unternehmen vertraut zu machen. Wichtig bei dem Ganzen ist auch das erlernen der Softskills und das Einfügen ins Unternehmen. Im Unterschied zu einem Direkteinstieg hat der Trainee die Möglichkeit, seine Karriere durch die entsprechende Eigeninitiative selbst zu planen, sich auf einen bestimmten Bereich zu spezialisieren und seine Position im Unternehmen zu etablieren, bevor er sich vollends um seinen Aufgabenbereich kümmern muss.

Vergleichbar sind die Trainee Programm jedoch mit dem Einstieg als Assistent einer Führungskraft. Auch hier lernt man die Prozesse innerhalb des Unternehmens kennen und findet erst später seine endgültige Rolle im Unternehmen. Bei Praktika, Volontariaten und Referendariaten wiederum ist ein längerfristiges Arbeitsverhältnis nicht von vornherein angestrebt, die Personalauslese ist also unkritischer. Hier lernt man auch eher ein Berufsbild, als das Unternehmen an sich kennen.

Obwohl Trainee Programme für die Unternehmen immense Ausbildungskosten bedeuten werden sie immer beliebter. Schließlich bildet man sich die Fachkräfte von morgen aus, die schon mit dem Unternehmen vertraut sind.