Öl ? Katastrophe. Warum hörte niemand auf die Ingenieure von BP?

Es ist unglaublich, was wir am 30. Mai 2010 in der Onlineausgabe der Süddeutschen Zeitung lesen konnten: Anscheinend hatten die Ingenieure von BP schon lange vor den Gefahren auf Deepwater Horizon gewarnt. Jedoch wurden diese Warnungen einfach von den Managern des Konzerns ignoriert. Die Gier nach Erdöl und den damit verbundenen Einnahmen für Heizöl und so weiter war wohl zu groß.

Laut der Süddeutschen Zeitung haben die Ingenieure von BP anscheinend schon im Juni 2009 auf die Gefahren der Ölbohrungen aufmerksam gemacht. Da niemand diese Befürchtungen ernst nahm und die Bohrungen weiterhin durchgeführt wurden, kam es in diesem Jahr schließlich zu dem, was kommen musste: Zu einer der größten Umweltkatastrophen in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Denn am 20. April explodierte die Deepwater Horizon und sank schließlich zwei Tage darauf. Seit diesem Moment strömen ununterbrochen große Mengen an Öl in das Meer und bedrohen vor allem den Lebensraum der Tiere dort.

Die Bilder, die von dort um die Welt gingen, erschütterten alle. Man sah verklebte Meerestiere und Vögel, die aufgrund des Öls in ihrem Gefieder nicht mehr richtig dazu in der Lage waren, sich fort zu bewegen. Auch aufwändige Reinigungsmaßnahmen der Strände und der Tiere konnten nur wenige von ihnen retten. Es wird sicher Jahre lang dauern, bis sich die Natur wieder von diesen Ausmaßen der Katastrophe erholt hat.

Als Ingenieur fragt man sich natürlich, wozu dies alles geschehen musste. Schließlich sind wir doch die ausgebildeten Fachleute, die die Situation richtig eingeschätzt haben. Warum hörte niemand auf unsere Kollegen? Als Antwort kann nur die Gier nach mehr Öl und somit auch mehr Geld gelten. Es ist erschreckend zu sehen, was Menschen riskieren, um an mehr Geld und somit auch mehr Macht zu gelangen! Und ein dramatischer Tiefschlag für unsere Berufsgruppe!