Ingenieure sind immer gefragt

Der Ingenieur  (Abk.: Ing., ital. → franz. von mittellatein. ingenium (Kriegsgerät) und ingeniarius (Zeugmeister, später Festungsbaumeister)) hat gelernt, mit der Technik umzugehen und sie anzuwenden und zum Einsatz zu bringen. Er arbeitet mit allen denkbaren naturwissenschaftlichen Bereichen zusammen. Die Berufsbezeichnung beschreibt interessanter Weise ihren  Werdegang.  Mit dem Bau-, dem Maschinen- und dem Elektroingenieur und den entsprechenden Hauptbereichen wird dies chronologisch weitergeführt. Ein lebendiger Beruf mit Zukunft.

 Hier auf alle Details einzugehen, ist so gut wie unmöglich, denn die Aufgabenstellungen sind flächendeckend und nehmen ständig zu wie z.B. für den Wirtschaftsingenieur und den Ingenieur für Verfahrenstechnik.

Wer hier dabei sein möchte, sollte sich mit dem analytischen Denken nicht schwer tun. Fundiertes Fachwissen und Kreativität sind weitere Voraussetzungen für den erfolgreichen Systementwurf.

Zur Verdeutlichung für diesen komplexen Zusammenhang hier noch ein einfaches Beispiel: Wer etwa einen Autositz entwirft, kann sich nicht nur, wie man vielleicht annehmen möchte, mit der dem Fahrzeug entsprechenden Formgebung zufrieden geben. Für die richtige Ergonomie muss er sich auch mit den Medizinern kurzschließen.

Vielfältig sind außerdem die Betätigungsmöglichkeiten innerhalb des jeweiligen Arbeitsbereiches. Hier kann nicht einer alles machen, sondern jeder einzelne ist auch nur ein Rad im System. Hierbei bieten die Wirtschaftsunternehmen das Gesamtpaket.

Ob für die Beratung,  für die Konzeption, für die  Fertigung oder die Messung, ob in der Logistik oder im Vertrieb, ob für den Gutachter, den Programmierer, den Bauleiter oder den Manager, die Ausbildung erfolgt an Universitäten oder Fachhochschulen oder neuerdings auch zunehmend unternehmensintern im dualen System. Hoch- und Fachhochschulstudiengänge mit dem Abschluss Diplom beinhalten Praxissemester, Auslandssemester sind wünschenswert. Aber auch hier wird der Bologna-Prozess skeptisch gesehen. Bachelor, bzw. Master als Abschluss werden hierbei eine praxisnahe Ausbildung kaum ermöglichen.

Eine weitere Entwicklung im Berufsbild ist der Dienstleister für die Dienstleistungsgesellschaft. Der Ingenieurdienstleister oder Engeneering-Dienstleister beschäftigt sich mit der Auftragsentwicklung und steht damit am Anfang der Wertschöpfungskette. Die Umsetzung ist dann Sache der Kollegen.
 
Abschließend sei hier noch einmal auf den Zukunftsaspekt verwiesen: Sowohl für die Akustik, in der Raumfahrt, für den Schiffsbau oder in der Lebensmittel- oder der Nanotechnologie wie auch als selbstständiger Unternehmer, als Mitarbeiter einer Behörde oder in der freien Wirtschaft werden Ingenieure überall gebraucht, hier in Deutschland, in Europa und weltweit.