Ingenieure prüfen Kinderspielzeug
Ingenieure sind gefragt wie nie – und finden in allen denk- und undenkbaren Sparten ein Betätigungsfeld. Viele Dinge, mit denen wir alltäglich völlig gedankenlos umgehen, hatte zuvor ein Ingenieur in der Hand: vom Toaster über den Wäscheständer bis hin zum Spielturm. Denn Ingenieure entwickeln und tüfteln nicht nur, sondern sie prüfen auch. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn Gegenstände des täglichen Gebrauchs in den Handel kämen, ohne vorher die ausgefeilten Testreihen eines Ingenieurs durchlaufen zu haben.
Besonders wichtig sind diese Tests bei Kinderspielzeug, denn das ist beim Gebrauch natürlich ganz besonderen Belastungen ausgesetzt ist: zum einen sind die Kleinen unter uns meist nicht gewillt und in der Lage, mit ihrem Spielzeug ausschließlich sachgemäß umzugehen. Da wird der Puppe schon mal der Arm ausgerissen oder sie wird gleich ganz in den Mund gesteckt. Gerade größere Spielgeräte wie die immer beliebter werdenden Spiel- und Klettertürme müssen zudem ausgesprochen stabil, sicher und auch wetterbeständig sein. Daher gibt es mittlerweile immer mehr Ingenieure, die hauptberuflich das Material und den Aufbau von Spielzeug prüfen.
Hierbei werden Spielsachen aller Art einer rigorosen Sicherheitsprüfung unterzogen, die allen Eventualitäten vorbeugt. Richten müssen sich die Spielzeugprüfer dabei nach der Euro-Norm für Spielzeug, die regelt, was Spielgeräte in Europa alles aushalten und welche Bedingungen sie erfüllen müssen. Im Falle eines Spielturms ist hier beispielsweise genauestens festgelegt, wie lang das Seil der Schaukel sein darf, welchen Belastungen die Rutsche standhalten muss und wie die entsprechenden Einzelteile verbaut sein sollten. Das Urteil, das die Experten für Spielzeugsicherheit am Ende ihrer Prüfung fällen, ist von großer Bedeutung: Nur diejenigen Waren, die die sorgfältigen Tests der Ingenieure überstehen, bekommen das begehrte Sicherheitssigel.
Auf genau dieses Sigel sollten fürsorgliche Eltern bei der Auswahl aller Spielsachen grundsätzlich achten. Wichtig ist bei der Kaufentscheidung also nicht in erster Linie die Frage nach dem Preis, sondern die nach der TÜV-Zertifizierung. Spielsachen, die dieses Sigel tragen, haben nämlich das Prädikat: Von Ingenieuren empfohlen. Da macht das Spielen gleich doppelt Spaß!