Ingenieurberufe im Anlagenbau

Seit Einführungen der neuen internationalen Bildungsabschlüsse Bachelor und Master sind viele Abiturienten verunsichert: Soll man wirklich das Studium anfangen, wenn die Bedingungen wirklich so schlecht sind, wie die Studenten in ganz Deutschland momentan beklagen? Die Kritik lässt sich zusammengefasst so formulieren: Die Studiengänge sind zu schwer, die Gebühren zu teuer und die Zukunftsaussichten desaströs.

Doch nicht alle Studienabschlüsse verweisen auf negative Zukunftsaussichten. Der Abschluss "Bachelor of Engineering" bzw. der Abschluss "Master of Engineering" zählt zwar zu den härtesten Studiengängen in Deutschland, dennoch lohnt sich das harte Studium, denn die Zukunftschancen sehen alles andere als schlecht aus.

Ingenieure sind beispielsweise auch im Anlagenbau gefragt – eine Branche , die auch in Zukunft von Nöten sein wird. Der Anlagenbau realisiert die verschiedensten technischen Anlagen, wie beispielsweise die Verfahrenstechnik, die Energietechnik, die Versorgungstechnik, die Produktionstechnik, der Maschinenbau und die Elektrotechnik. Der Begriff "Anlagenbau" versteht sich also als Überbegriff für diese technischen Disziplinen.

Zu einem funktionstüchigen Anlagenkonzept gehören aber auch Prozesse der Entsorgung, Maßnahmen zur Abfallvermeidung, zur Abgas- und Abwasserreinigung und zu Sicherheit im Arbeitsbereich allgemein. Es ist zwar der Installateur, der Sie in Ihrem trauten Heim für gewöhnlich aufsucht, um beispielsweise ihre schönen Hansa Armaturen zu verlegen; es muss aber schließlich auch Überlegungen zur Abwasserreinigung geben, ohne die unsere gesamte Gas-Wasser-Versorgung nicht funktionieren würde.

Ein Gebiet des Anlagenbaus ist beispielsweise die Versorgungstechnik. Diese impliziert alle technischen Disziplinen, die sich in den verschiedenen Örtlichkeiten von öffentlichen Einrichtungen ergeben, also Maßnahmen im Bezug auf Heizung und Beleuchtung und Wasser- und Luftversorgung.

Dazu kommen noch die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen, die die öffentlichen Gebäude zu treffen haben, um eine optimale und effiziente Nutzung des Gebäudes zu gewährleisten. Diese beziehen sich unter anderem auf Kanalisation, Stromversorgung oder die Beleuchtung.

Um sich über die Zukunftsaussichten der Ingenierberufe zu informieren, ist die Bundesagentur für Arbeit stets ein guter und verlässlichlicher Ansprechpartner.