Freiberufler vs. Angestellter

Viele Menschen beschäftigen sich mit der Frage, ob sie sich selbstständig machen sollen oder nicht. Freiberufler zu sein hat, genauso wie das Angestellten-Dasein, seine Vor- und Nachteile. Wer also in Erwägung zieht zum Beispiel sein eigenes Ingenieur- oder Planungsbüro aufzumachen, sollte vorher einige Punkte abwägen.

Bei diesem Vergleich Freiberufler vs. Angestellter gibt es einige Kriterien, die entweder für die Selbstständigkeit oder für die Anstellung in einem Unternehmen sprechen. Zwar hängt die Entscheidung letzten Endes von vielen persönlichen Faktoren ab, über folgende Aspekte sollte man sich aber in jedem Fall Gedanken machen.

Ein Freiberufler führt einen Beruf aus, der nicht der Gewerbeordnung unterliegt. Dazu zählen erzieherische, schriftstellerische, künstlerische, unterrichtende oder wissenschaftliche Tätigkeiten. Für Ingenieure heißt dass, das sie z.B. als Berater, Sachverständiger oder Entwickler tätig sind. Sobald man also in der Produktion beschäftigt ist, gilt man als Gewerbetreibender oder Selbstständiger (Existenzgründer).

Ein wesentlicher Vorteil eines freien Berufs ist, dass man keine Gewerbesteuern zahlen muss. Nur Umsatz- und Einkommenssteuer fallen an. Ob eine selbstständig ausgeübte Tätigkeit freiberuflich oder gewerblich ist, entscheidet das Finanzamt.

Der Angestellte wiederum ist ein Arbeitnehmer, der in einem Unternehmen beschäftigt ist. Diese Position bringt einige Vorteile mit sich. Durch einen Tarif- bzw. Arbeitsvertrag hat man zwar einige Pflichten aber auch viele Rechte. So hat man zum Beispiel ein geregeltes Einkommen, bezahlten Urlaub, man kann sich krank melden und der Arbeitgeber übernimmt die Hälfte der Versicherungskosten. Als Freiberufler oder Selbstständiger muss man für Krankenversicherung usw. komplett selbst aufkommen. Auch für die Rentenversicherung, sowie natürlich für alle anderen notwendigen Versicherungen wie Rechtsschutz bspw., muss ein Freiberufler selbst aufkommen, was oft vernachlässigt wird.

Angestellte haben also (in den meisten Fällen) den klaren Vorteil eines geregelten Arbeitsverhältnisses. Während man als Freiberufler bei Krankheit oder Urlaub kein Geld verdienen kann, wird der Angestellte auch weiterhin bezahlt. Wie oben schon genannt übernimmt der Arbeitgeber außerdem die Hälfte der Versicherungskosten seiner Angestellten.

Im Allgemeinen kann man also sagen, dass Angestellte zwar weniger Risiko in Kauf nehmen müssen, dafür aber auch weniger Freiheiten haben. Der Freiberufler entscheidet selbst, welche Arbeiten er übernimmt, kann seinen Arbeitstag selbst gestallten und eventuell beträchtlich mehr verdienen als ein Angestellter. Wer gewisse Risiken eingehen will kann sich also als Freiberufler selbst verwirklichen.

Dennoch sollte man die Arbeit eines Selbständigen nicht unterschätzen. Man sollte sich immer vor Augen führen, dass man im Gegensatz zu einem Angestellten nur dann Geld verdient, wenn man auch Arbeitet. Möchte man sich mal einen Urlaub gönnen oder einfach etwas Zeit draussen im Garten verbringen kommt in dieser Zeit kein Geld. Genaue Kalkulation und Planung gehört somit zum Grundwerkzeug eines Selbständigen.

Man Arbeitet zwar für sich SELBST, dass aber auch STÄNDIG!