Dienstleistungsgesellschaft & Zeitarbeit

Den Ingenieur gibt es schon seit vielen Jahrhunderten. Das Berufsbild hat sich in diesem oder besser, über diesen Zeitraum hinweg kontinuierlich verändert, entsprechend den jeweiligen zeitlich bedingten Anforderungen.

Vom Zeugmeister ist er über den Festungsbaumeister in die Industriegesellschaft hinein gewachsen. Diese stellt völlig neue Anforderungen an den Bau-, Maschinenbau- und Elektroingenieur. Zeitarbeit gibt es hier, zumindest am Anfang, noch nicht. Zeitarbeit entsteht, je mehr sich die Industriegesellschaft zur Dienstleistungsgesellschaft wandelt. Allerdings wird sich der Ingenieur selbst eher weniger für Zeitarbeit interessieren.

Hinter ihm liegt ein Hoch- oder Fachhochschulstudium oder alternativ die betriebsinterne Ausbildung im dualen System. Er ist zuständig für den Systementwurf, d.h. für die Abwicklung eines Projekts von der Idee über die Planung bis zur Umsetzung. Gefragt sind hierfür die Fähigkeit des analytischen Denkens ebenso wie Fachkompetenz und Kreativität. Auslandssemester und Fremdsprachenkenntnisse sind natürlich wünschenswert.

Inzwischen ist er in allen denkbaren Bereichen zu Hause. Werkstoffe können ebenso das Aufgabengebiet darstellen wie Mikro- oder Verfahrenstechnik. Der Wirtschaftsingenieur, vereinfacht gesagt zuständig für den Bereich Abwicklung, muss Kenntnisse im wirtschaftlichen Bereich und im Management wie auch technisches Verständnis haben.

Ob für den Gutachter, den Konstruktionsmechaniker, den Mechatroniker oder den Mikrotechniker, ob in der Forschung, im Bildungsbereich oder in der Verwaltung, die Möglichkeiten sind überaus vielfältig. Zeitarbeit kann aber auch für den Ingenieur wichtig sein, z.B. für den Bauleiter. Hier oder beispielsweise. in der Kfz-Branche ist Zeitarbeit bekanntermaßen öfters gefragt, der Ingenieur muss sie planerisch einbeziehen.

Mit der oben erwähnten Dienstleistungsgesellschaft entsteht das neue Aufgabenfeld des Ingenieurdienstleisters, speziell beim System Engineering, zB. in der Raumfahrt. Bei einem -  hier immer gegebenen – größeren Projekt sind viele Anbieter aus den verschiedensten Bereichen beteiligt. Der Ingenieurdienstleister ist zuständig für die Koordination, erst einmal der Teile und für die Logistik. Die Subunternehmer werden im Bedarfsfall auf den Faktor Zeitarbeit zurückgreifen.  Außerdem ist der Dienstleister zuständig für die Organisation des Ablaufs, der Teamarbeit, der Arbeitskräfte. Hier wird er sich ggf. selbst für Zeitarbeit interessieren, z.B. im Transportbereich. Er muss also gewissermaßen den Rahmen schaffen. Selbstverständlich wird auch hier im Team gearbeitet.

Der Ingenieurberuf bietet, wie man sieht, ein wirklich breites Spektrum und viele Auswahlmöglichkeiten. Er ist immer aktuell und passt sich gesellschaftlichen Veränderungen an, s. z.B. das Miteinbeziehen der Zeitarbeit. Gewissermaßen lebt er von der Bewegung. Weltweit ist er überall gefragt, heute und in Zukunft.